
WHAT'S THE
CONCEPT
Die DRUCKwerkstatt wurde 2021 gegründet. Träger ist der gemeinnützige Verein, die kunst&DRUCKwerkstatt AM Bahnhof. Das Ziel der Werkstatt ist es, gute Rahmenbedingungen für die künstlerische Produktion im druckgraphischen Bereich zu schaffen. Die DRUCKwerkstatt bietet dabei viele Möglichkeiten für künstlerischer Drucktechniken: Von den klassischen manuellen Drucktechniken angefangen wie Hochdruck, Radierung, Lithographie, Siebdruck und Monotypie bis hin zu digitaler und experimenteller Druckgraphik.
Die Druckwerkstatt ist wie eine klassische künstlerische Werkstatt aufgebaut. Für jede Technik ist ein künstlerischer und technischer Werkstattleiter bzw. eine Werkstattleiterin verantwortlich. Hochdruck: Leopold Schoder/ Tiefdruck: Karlheinz Vinkov / Lithographische Techniken: Leopold Schoder und Johann Kreitler / Siebdruck: Susanne Schober
Die ordentlichen Mitglieder der Werkstatt sind die Drucker und Druckerinnen der Gruppe TYPOS. Die Werkstattleiterinnen und -leiter verfügen über einen großen Wissens- und Erfahrungsschatz und sind selbst als bildende Künstlerinnen tätig. Sie unterstützen bei verschiedensten Techniken mit unterschiedlichen Werkstoffen und stehen bei Fragen und Experimenten im Rahmen des Werkstattbetriebes und Workshops zur Verfügung.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:
Wir drucken nicht für dich - Wir drucken selbst - Wenn du uns besuchst druckst du auch selbst - Wir sind ausschließlich auf künstlerische, nicht-gewerbliche Projekte ausgelegt.
Die Werkstatt bietet die Möglichkeit drucktechnisch auf unterschiedlichen Niveaus zu arbeite. Neben internen Veranstaltungen gibt es Workshops in allen Techniken für Interessierte sowie Schulworkshops.
Die DRUCKwerkstatt leistet damit einen Beitrag zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des manuellen Bilddrucks, der 2021 in den Rang eines immateriellen UNESCO Kulturerbes erhoben wurde.
WHAT'S ABOUT THE THECHNIQUES
Die Magie der Druckgrafik: Unsere Techniken im Überblick
In der kunst&DRUCKwerkstatt AM Bahnhof pflegen wir das Erbe des traditionellen Handwerks und verbinden es mit zeitgenössischer Kunst. Druckgrafik ist weit mehr als das Vervielfältigen eines Bildes – sie ist ein eigenständiges künstlerisches Ausdrucksmittel, bei dem das Zusammenspiel von Material, Druckfarbe und Papier eigene Welten erschafft.
Um Ihnen den Einstieg in diese faszinierende Kunstform zu erleichtern, unterscheidet man in der Kunstgeschichte vier klassische Haupttechniken, die sich durch die Art und Weise der Farbübertragung definieren.
Der Hochdruck – Das Spiel mit Licht und Schatten
Der Hochdruck ist das älteste Verfahren der Menschheit und funktioniert nach dem einfachen Prinzip eines Stempels. Künstlerinnen und Künstler schneiden mit scharfen Messern all jene Bereiche aus einer Holz- oder Linoleumplatte heraus, die später auf dem Papier weiß bleiben sollen. Die verbleibenden, erhabenen Stege werden anschließend mit einer Farbwalze eingefärbt. Beim Drucken überträgt sich nur die Farbe dieser hochstehenden Flächen spiegelverkehrt auf das Papier, was zu charakteristischen, kraftvollen Konturen führt.
-
Meister der Technik: Unübertroffener Pionier dieses Verfahrens ist Albrecht Dürer, der um 1500 den Holzschnitt von einer einfachen Buchillustration zu einem hochkomplexen, eigenständigen Kunstwerk voller Dramatik und feinster Schattierungen erhob.
Der Tiefdruck – Die Kunst der feinen Linie
Der Tiefdruck bildet das exakte Gegenteil zum Hochdruck, da hier die Vertiefungen das Bild erzeugen. Bei Techniken wie der Radierung kratzt oder ätzt man feine Linien und Strukturen direkt in eine Metallplatte. Danach wird die gesamte Platte mit Farbe bedeckt und die Oberfläche wieder blank gewischt, sodass die Pigmente ausschließlich in den tiefen Rillen haften bleiben. Unter dem extremen Druck einer Walzenpresse wird das feuchte Papier regelrecht in diese Vertiefungen hineingesaugt, wodurch ein fühlbares Relief und unvergleichlich zarte, lebendige Linien entstehen.
-
Meister der Technik: Der niederländische Barockmaler Rembrandt van Rijn gilt als der genialste Radierer der Geschichte, da er wie kein anderer das emotionale Spiel von tiefem Dunkel und funkelndem Licht direkt in die Kupferplatte zu ritzen vermochte.
Der Flachdruck – Die Harmonie der Elemente
Wie der Name verrät, gibt es beim Flachdruck keine Höhen oder Tiefen auf der Druckplatte. Das Verfahren, am bekanntesten als Lithografie auf schweren Kalkschiefersteinen, nutzt ein chemisches Naturgesetz: die gegenseitige Abstoßung von Fett und Wasser. Das Motiv wird mit fetthaltiger Kreide oder Tusche auf den Stein gezeichnet. Wird der Stein danach befeuchtet und mit Druckfarbe eingewalzt, haftet die Farbe nur auf der fettigen Zeichnung, während sie vom nassen Stein abgestoßen wird. Diese Technik erlaubt es, den unmittelbaren, malerischen Pinselstrich der Kunstschaffenden perfekt einzufangen.
-
Meister der Technik: Am Ende des 19. Jahrhunderts revolutionierte Henri de Toulouse-Lautrec die Lithografie, indem er mit seinen weltberühmten, farbenprächtigen Plakaten für das Pariser Nachtleben und das Moulin Rouge die Grenze zwischen Hochkunst und Alltagskultur auflöste.
Der Durchdruck – Die Freiheit der Farbe
Der Durchdruck, im künstlerischen Bereich auch als Siebdruck oder Serigraphie bekannt, ist das modernste der klassischen Verfahren. Hierbei dient ein feines, in einen Rahmen gespanntes Gewebe als Schablone. Die Stellen des Motivs, die unbedruckt bleiben sollen, werden durch eine feine Schicht undurchlässig gemacht. Mit einem elastischen Gummirakel wird die Farbe anschließend direkt durch die offenen Maschen des Siebes auf das darunterliegende Material gestrichen. Da sich die Farbe so in dicken, leuchtenden Schichten auftragen lässt, besticht der Siebdruck durch seine intensiven Farbflächen und seine Vielseitigkeit auf Papier, Textil oder Holz.
-
Meister der Technik: Der Pop-Art-Star Andy Warhol machte den Siebdruck in den 1960er-Systemen unsterblich, indem er Ikonen wie Marilyn Monroe oder alltägliche Suppendosen in Serie druckte und damit die Kunstwelt radikal modernisierte.
Möchten Sie zu diesen Künstlern noch konkrete Bildbeispiele erwähnen, oder sollen wir den Text nun mit einer Einladung zu Ihren Schnupperkursen in Amstetten abrunden?











